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FünfHof & Ecke Rode Bühne gehen nach der großen Feierlichkeit zu Pfingsten in die Sommerpause.
Wir konnten sehr viele Gäste aus Nah und Fern mit großer Freude begrüßen. Und der erweiterte Zuschauerraum  hat die Probe auf´s Exempel wunderbar bestanden. Überhaupt erlebten wir alle eine Ausnahme-Zeit bei schönstem Wetter & unterschiedlichsten Beiträgen auf der Bühne - sogar Flamenco-Tanz und artistische Darbietungen - die teils gut vorbereitet oder komplett improvisiert waren. Durch großzügige Spenden dürfen wir den nächsten Bauarbeiten und Installationen etwas gelassener entgegensehen. An alle Gäste und Akteure nochmals ein ganz herzliches Dankeschön!
Wir wollen die Spielpause nutzen, um Details zu verbessern, einige bauliche Veränderungen noch zu realisieren und gleichzeitig ein interessantes Programm für die neue Spielzeit zu kreieren.

VORANKÜNDIGUNG:

Am 8. September 2019 ist der FünfHof zum "Tag des offenen Denkmals" von 14 - 22 Uhr geöffnet. Am Abend hebt sich pünktlich 19.30 Uhr endlich wieder der Vorhang - für eine Parodie zur Pflege von Denkmalen und Handwerk: „Selbst ist Mann - oder: Ecke Rode´s Handwerkskünste“. Bis 17 Uhr lädt unser neues internes Café zum Verweilen ein.

Am 23. September 2019, 19.30 Uhr, spielt das Leipziger Jazz-Trio „Das Runde Dreieck“ mit Simon Lucaciu (Piano), Florian Müller ( Bass) und Lukas Heckers (Schlagzeug) einen ganzen Abend lang handgemachten Jazz (eine dringende Empfehlung).

 

Von Leipzig durch die Welt nach Greiz

 

 

 

 

 

 

 

 

60 Jahre Wander-Zirkus mit wechselnden Winterquartieren
t a t s ä c h l i c h   Ü B E R L E B T !

Der unternehmungslustige Musiker, Maler, Komiker und Dichter Frank Thomas Gerdes alias Ecke Rode lädt alle Freunde und Liebhaber der Künste aus Nah und Fern in die Residenzstadt Greiz zur Geburtstags-Feier ein.

Als Kind hörte er zwangsläufig auf den Namen Thomas Gerdes, sollte eigentlich Claudia heißen, wurde nach wenigen Jahren aber Gerda genannt, fing an Geige zu spielen, übte sich tapfer in Freud und Leid, ging ohne jedes eigene Verschulden als „Die geigende Gerda“ in die Film-Annalen ein, sollte Musiker werden und wurde aus Trotz Maler, hieß dann Frank Thomas Gerdes und wurde als Mensch verboten, rannte oft und rennt noch immer mit Pinsel in der einen und Silbertablett in der anderen Hand gegen Windmühlen (wie seine berüchtigten Kollegen), zog sich in den Wald zurück, dort sagte er in treuem Glauben Fuchs und Hase täglich „Gute Nacht“, fing, wie alle mittellosen Lebens-Künstler, unter anderem Namen dann zu dichten an, bestellte seine Beete, zog Kinder groß und machte dabei öfter große Augen, wurde zu einem Tunichtgut in den Augen der Anderen, hat sich jedoch in vielen Berufen ausprobiert und eine Menge gelernt (was nicht nur ihm inzwischen durchaus von Nutzen ist), baut immer wieder an den Orten seiner Aufenthalte Wände und Dächer um seine Bilder herum, die er hütet wie Schafe, wurde schließlich dazu verführt wieder den Clown zu spielen und Zauber-Kunststückchen zu zeigen wie in der Schule (fand einige Leute, die dafür sogar Geld bezahlen!), machte alsdann auch berufsmäßig große, schöne oder traurige Augen, nannte sich fortan Ecke Rode, was dazu führte, dass er einen Lebensort FünfHof mitsamt einer Ecke-Rode-Bühne erfand, die bereits nach einer Spielzeit eigentlich vor dem Aus stand und mittels Hokuspokus und gebündelten Kräften nun erneuert, verschönert, vergrößert und also noch viel einladender, strahlender aus der Asche von sechzig zerstobenen Lebensjahren in Anwesenheit unbezahlbarer Gäste gehievt werden soll…

Kommt also alle, die ihr den Glauben an Leben & Kunst sichtbar unerschütterlich aufrecht erhalten wollt,

am 09. Juni, Pfingstsonntag 2019,  ab 15 Uhr
in den FünfHof Greiz, Untere Waltersdorfer Str. 1a,
07973 Greiz - Thüringen, Tel.: 03661-68 67 181

Bringt bitte Feuer im Herzen und das Lebensnotwendige mit:

Ein Ständchen (Musiker kommet zu Hauf! Psalter und Harfen spielt auf! Zum Tanz!), etwas zu essen und zu trinken, einen Bauwagen, Wohnmobil, Dreirad, Schlafsack, Zahnbürste & irgendeine völlig verrückte Idee

Bitte keine Geschenke, lieber ´ne Spende für das Projekt FünfHof, noch rudern und fischen wir in einem Teich voller roter Zahlen…

Folgendes Programm ist geplant:

15 Uhr         Kaffee und Kuchen
16 Uhr         Drehorgelmusik 
17.30 Uhr    Lesung
18.30 Uhr    Eröffnung Abend-Buffet
20 Uhr         Bilderversteigerung
21.30 Uhr    Zauber-Show, anschließend Lagerfeuer, Tanzen,
                    Musizieren, Schwadronieren, Amüsieren usw.
Bilderausstellung, jeder Gast erhält einen Katalog gratis

Die Bühne ist für alle offen! Pfingstmontag gibt es ausgiebig Brunch! Übernachtung kann geplant oder improvisiert werden
(begrenzte Kapazität im Haus, evtl. Zelt mitbringen)

Wir wünschen Ihnen, unseren Gästen und allen Theater-Freunden ein gutes und friedvolles Jahr 2019!
Aus bautechnischen Gründen bleibt unsere Ecke Rode Bühne allerdings bis auf weiteres geschlossen.
Neue Veranstaltungen sind in Planung, unser Spielbetrieb beginnt voraussichtlich Ende Februar 2019 wieder.

Wir freuen uns auf einen kraftvollen Neustart und ein fröhliches Wiedersehen mit Ihnen!

Verehrte TheaterFreunde,

nach langer „Sendepause“ möchten wir uns endlich wieder bei allen Besuchern und Beobachtern unseres FünfHof Theater-Projektes mit einer kurzen Bestandsaufnahme in Erinnerung bringen. Leider sind wir mit einer Weisung des Abwasser-Zweckverbandes, unser Abwasser-System zu erneuern, in die Sommerpause gegangen. Eine Alternative zur mehrfach vorgeschlagenen Realisierung (in Form von Kostenvoranschlägen, welche das finanzielle „Aus" für unser Theater bedeutet hätten) zu finden, hat Zeit und Kraft gekostet. Irgendwann sind unsere diesbezüglichen Gebete erhört worden: Wir fanden jemanden, der die Sache so überaus positiv in die Hand nehmen konnte, wie das nicht vorstellbar war. Diese erste Baustelle ist inzwischen so gut wie erledigt.

Nun steht allerdings die zweite, nicht weniger schwierig erscheinende ins Haus. Die Idee war, folgendes zu bewerkstelligen: Vergrößerung des Zuschauerraumes durch Abriss der verbliebenen Wände, der alten Toilette, Ausgleichen des Fußbodens, Neubau von zwei getrennten Toiletten, einem Waschmaschinenraum, einer Gästedusche, einer Spüle, Neugestaltug der Wandverkleidung aus Holz, Anbringen einer Schalldämmung an der freigelegten Decke, Neuverlegung der Elektrik, Installation einer völlig neuen Bühnenbeleuchtung, Bau eines neuen Zugangs zum Zuschauerraum von der Nordseite aus, Bau eines ebenerdigen Requisitenraumes. Das klingt wie ein Millionenprojekt.
Wir versuchen es mit den geringsten monetären Mitteln, die sich denken lassen - ohnehin in erster Linie von der Liebe und der Luft lebend - und weil wir allein aus dem Glauben leben, dass wir, wie auch immer, ans Ziel kommen werden. Deshalb möchten wir an dieser Stelle Sie alle bitten: Glauben Sie es auch! In Anbetracht der unüberschaubaren Baustelle, die nun bevorsteht, können wir jetzt leider nicht prognostizieren, ob wir zu Weihnachten schon wieder spielbereit sind. In jedem Fall müssen wohl Wunder geschehen! Wir packen es an.

Das Foto dokumentiert unser erstes Gastspiel: Das Busch/Morgenstern/Ringelnatz-Programm ging im September im Reichenbacher Neuberinhaus über die Bühne.
Und zuletzt kommt noch ein schönes Foto von drei wunderschönen Kätzchen, welche doch tatsächlich im Frühsommer auf der Hinterbühne auf die Welt kamen, ohne dass wir davon wussten. Eine fremde Katzenmutter hatte sich bei uns eingeschlichen und einquartiert. Und vor die vollendete Tatsache gestellt, haben wir dann die aufwendige Erziehung dieser Kleinen mit übernommen und hätten sie fast zu Theater- bzw. Zirkus-Katzen gemacht, wenn nicht (wiederum zum Glück!) einige Interessenten aufgetreten wären, die unbedingt kleine Katzen suchten und fanden. Nun, es gäbe sehr viel noch zu berichten, aber ausführliche Berichte wird es im demnächst erscheinenden neuen Rundbrief geben, der wieder auf unserer FünfHof-Seite im Internet veröffentlicht wird.

Wir wünschen Ihnen allen eine gute Zeit - glauben Sie weniger an unumstößliche gesellschaftliche Wirklichkeiten denn an die Kraft der Veränderung, wenn es sein muss auch aus leeren Händen! - und glauben Sie mit uns weiter an den Sinn von Kunst - nicht nur als Unterhaltung (Unten-Haltung).

Mit den besten Grüßen aus der Residenz Greiz (also vom Dorf)

Frank Thomas Gerdes

Allen Freunden des Lebens, der Liebe & des Theaterspiels, Allen den Ernst und das wirklich Komische Wahrnehmenden, Allen im Geiste oder ähnlich Verwandten, Liebhabern der Klein-Kunst vor den Brettern, auf denen wir die Welt be-deuten:

Es ist uns eine große Freude, euch mitteilen zu können, dass am Ende des soeben von der „großen“ Bühne fortgeschobenen Jahres 2017 auf dem vogtländischen Teil der begehbaren Erdkruste - wo eine durchaus bemerkenswerte aber nur mit einiger Übung verständliche Variante der deutschen Sprache in Gebrauch ist - ein neues, vielleicht sogar erstes, in jedem Fall aber „kleinstes PrivatTheater der Region“ nach gründlichsten Erwägungen Planungen, Abriss- und Aufbauarbeiten nun seine Glastür geöffnet hat, von der wir inständig hoffen, dass niemand sie uns als ein Zeichen der Kritik wird einwerfen wollen… (Einer Region im übrigen, deren zauberhafte Geschichten mit ihren atemberaubenden Verquickungen zur bekannten und akademisch gut behaupteten Welt-Geschichte leider noch immer nicht ins allgemeine Bewusstsein eindringen konnte.) Wir sind überglücklich, als Neu-Thüringer alle unsere künstlerischen Tätigkeiten ab sofort noch mehr in die eigene Regie und damit auch in konsequentere Verantwortung nehmen zu können.

Auf den Fotos seht ihr die entsprechende Versuchsanordnung dazu - und überhaupt wurde von unserer Seite bereits viel getan, um glücklich dahin zu kommen…
Am 16. Dezember 2017 um 17.20 Uhr öffnete sich ziemlich verspätet und unter hohem emotionalen Druck seitens der Veranstalter zum allerersten Male der bis zum heutigen Tag noch fehlende Vorhang.
Ecke Rode hatte schnell den Bohrhammer mit einem Wichtel-Kostüm getauscht und stand übergangslos nun in aller Öffentlichkeit auf jenen groben Spanplatten, die er sich selber zurecht gesägt und verschraubt hatte und die unter seinen Füßen, nun mehrfarbig beleuchtet, eine völlig neue Wirklichkeit über sich entstehen ließen und auch hörbar mit erzeugten.
„Die verrückte Bescherung“, unser erstes einen ganzen Spätnachmittag ausfüllende Programm, war eine mindestens doch doppelbödige Geschichte, in der die Protagonisten, nämlich der Erfinder dieses kleinen Theaters, sein Kammerdiener Hans von Mylau und der aus Ungarn stammende Kater des Anwesens - der sofort und recht hemmungslos über sein Zuhause herzog - ihre eigene angespannt-chaotische Situation widerzuspiegeln nicht ganz vermeiden konnten. Zugespitzt fand das seinen im wahrsten Sinne des Wortes brenzligen Ausdruck in der Rauchwolke aus einem großen Geschenke-Karton, der zum Glück von allein wieder aufhörte zu qualmen, bevor der in größte Aufregung geratene Wichtel die Bedienungsanleitung am Feuerlöscher gelesen und noch nicht in Gänze verstanden hatte…

Erstaunt und überglücklich durften wir an allen drei Nachmittagen unsere ersten Zuschauer begrüßen, teils Freunde, teils über die Flyer angelockte Neugierige, die uns als Figuren in der uns allen verordneten Göttlichen Komödie, das lange schon im Umbau befindliche Scheunen-Gebäude und natürlich jene zum Äußersten gespannte Tatkraft, von der die wenigen Vögel in den Vorgärten schon ein paar Lieder gezwitschert hatten, in Augenschein, in Tuchfühlung zu nehmen gewillt waren.
Es sieht so aus, als hätten wir sie nicht enttäuscht, denn am Tag vor Heilig Abend, zur dritten Aufführung, kamen Gäste so zahlreich, dass wir konstatieren durften, tatsächlich ausverkauft zu sein. Alles in allem gab es nur eine wirkliche Panne: der eigens aus der Küche umgesetzte Kamin-Ofen bewährte sich nicht und kurz vor Beginn der zweiten Vorstellung riss seine große Scheibe entzwei und es musste innerhalb weniger Tage ein zweiter Ofen gestellt und angeschlossen werden. Da war ein neuerlicher Kraftakt nötig und viel Vertrauen.
Nochmals wirbelte wieder viel Dreck durch die Räume, der komplett beseitigt oder geschickt unsichtbar gemacht werden musste. Dass dann alles zur rechten Zeit noch irgendwie fertig wurde (sogar die Anlieferung eines kurzfristig bestellten zusätzlichen Heizlüfters gelang reibungslos) grenzt nicht nur an ein Wunder - sondern ist eines! Kurios und aufregend (für den Einen) noch dies: Minuten vor der Premiere suchte Ecke Rode hinter der Bühne einer plötzlichen, vielleicht adrenalinbedingten Eingebung folgend die Marionette Hans in allen möglichen und unmöglichen Ecken der überaus engen Hinterbühne, glaubend, sie irgendwo besonders sorgsam abgelegt zu haben. Für den kurzen Moment blieb ihm das Herz stehen, dann kam er zum Glück auf die Idee, die Puppe oben an ihrem üblichen Platz zu suchen, wo sie auch seelenruhig hing…

Nach den Vorstellungen gab es aus einem Riesentopf selber gebrauten Punsch für alle - der erzielte seine wohlige Wirkung ganz vollkommen. ...weiterlesen "1. Rundbrief / 15. Januar 2018"