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Rundbrief 2 / Dezember 2018

Verehrte TheaterFreunde,

nach langer „Sendepause“ möchten wir uns endlich wieder bei allen Besuchern und Beobachtern unseres FünfHof Theater-Projektes mit einer kurzen Bestandsaufnahme in Erinnerung bringen. Leider sind wir mit einer Weisung des Abwasser-Zweckverbandes, unser Abwasser-System zu erneuern, in die Sommerpause gegangen. Eine Alternative zur mehrfach vorgeschlagenen Realisierung (in Form von Kostenvoranschlägen, welche das finanzielle „Aus" für unser Theater bedeutet hätten) zu finden, hat Zeit und Kraft gekostet. Irgendwann sind unsere diesbezüglichen Gebete erhört worden: Wir fanden jemanden, der die Sache so überaus positiv in die Hand nehmen konnte, wie das nicht vorstellbar war. Diese erste Baustelle ist inzwischen so gut wie erledigt.

Nun steht allerdings die zweite, nicht weniger schwierig erscheinende ins Haus. Die Idee war, folgendes zu bewerkstelligen: Vergrößerung des Zuschauerraumes durch Abriss der verbliebenen Wände, der alten Toilette, Ausgleichen des Fußbodens, Neubau von zwei getrennten Toiletten, einem Waschmaschinenraum, einer Gästedusche, einer Spüle, Neugestaltug der Wandverkleidung aus Holz, Anbringen einer Schalldämmung an der freigelegten Decke, Neuverlegung der Elektrik, Installation einer völlig neuen Bühnenbeleuchtung, Bau eines neuen Zugangs zum Zuschauerraum von der Nordseite aus, Bau eines ebenerdigen Requisitenraumes. Das klingt wie ein Millionenprojekt.
Wir versuchen es mit den geringsten monetären Mitteln, die sich denken lassen - ohnehin in erster Linie von der Liebe und der Luft lebend - und weil wir allein aus dem Glauben leben, dass wir, wie auch immer, ans Ziel kommen werden. Deshalb möchten wir an dieser Stelle Sie alle bitten: Glauben Sie es auch! In Anbetracht der unüberschaubaren Baustelle, die nun bevorsteht, können wir jetzt leider nicht prognostizieren, ob wir zu Weihnachten schon wieder spielbereit sind. In jedem Fall müssen wohl Wunder geschehen! Wir packen es an.

Das Foto dokumentiert unser erstes Gastspiel: Das Busch/Morgenstern/Ringelnatz-Programm ging im September im Reichenbacher Neuberinhaus über die Bühne.
Und zuletzt kommt noch ein schönes Foto von drei wunderschönen Kätzchen, welche doch tatsächlich im Frühsommer auf der Hinterbühne auf die Welt kamen, ohne dass wir davon wussten. Eine fremde Katzenmutter hatte sich bei uns eingeschlichen und einquartiert. Und vor die vollendete Tatsache gestellt, haben wir dann die aufwendige Erziehung dieser Kleinen mit übernommen und hätten sie fast zu Theater- bzw. Zirkus-Katzen gemacht, wenn nicht (wiederum zum Glück!) einige Interessenten aufgetreten wären, die unbedingt kleine Katzen suchten und fanden. Nun, es gäbe sehr viel noch zu berichten, aber ausführliche Berichte wird es im demnächst erscheinenden neuen Rundbrief geben, der wieder auf unserer FünfHof-Seite im Internet veröffentlicht wird.

Wir wünschen Ihnen allen eine gute Zeit - glauben Sie weniger an unumstößliche gesellschaftliche Wirklichkeiten denn an die Kraft der Veränderung, wenn es sein muss auch aus leeren Händen! - und glauben Sie mit uns weiter an den Sinn von Kunst - nicht nur als Unterhaltung (Unten-Haltung).

Mit den besten Grüßen aus der Residenz Greiz (also vom Dorf)

Frank Thomas Gerdes